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In Australien wurden um 1920 einheimische Hühnerrassen mit englischen Orpington verpaart. Die Nachkommen bezeichnete man als „ Australorps “. Sie machten durch hervorragende Legeleistung auf sich aufmerksam. Amerikanische Züchter importierten um 1925 diese Rasse und entwickelten sie weiter. 1929 wurden sie in den „Standard of Perfection“ aufgenommen.
Obwohl man in alten Geflügelzeitungen schon um 1930 etwas über unsere Rasse lesen konnte, bekam man sie bei uns auf den Großschauen erstmals 1950 zu Gesicht. Importiert wurden überwiegend Bruteier, die von Leistungsfarmen aus Amerika kamen. Es blieb daher nicht aus, dass die Typen unterschiedlich waren. Auch konnte man Tiere antreffen, die aus dem deutsch-holländischen Raum kamen. Dort wurden die Australorps, die schon aus Einkreuzungen mit Rheinländern hervorgegangen waren, mit dunklen Barneveldern gekreuzt. Aus diesen Nachzuchten sind viele Siegertiere hervorgegangen.
Aber es gab auch Tiere die von England über Holland zu uns kamen und durch weitere Einkreuzungen an Eleganz der Formen gewannen und durch ihren intensiven Grünlack auffielen. Die in den 50iger Jahren gezeigten Tiere waren „Rohmaterial“, das sich in den Händen unserer Züchter, meist in kleinen Linienzuchten, zu ihrer heutigen, ausgereiften Form entwickelten.
1952 wurden die schwarzen Australorps durch den BZA zugelassen. Anläßlich der LV-Schau Rheinland-Pfalz am 30.11.1952 in Mainz-Finten wurde des SV von 9 Züchtern gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wählte Zuchtfrd. Albinus, 2. Vorsitzender wurde Dr. Dill, Schriftführer und Schatzmeister Zuchtfrd. Lehr. Von 1956-1960 leitete Josef Sundermann, Adolf Schwandt von 1990-1976, Emil Sasse von 1976-1994, Achim Pohl von 1994-2004 den SV und seitdem ist Fritz-Dieter Hawes (Versmold ) unser 1. Vorsitzender.
Am 14.12.1952 wurde die SZG der Australorps von 23 Züchtern auf der LV-Schau Thüringen in Erfurt ins Leben gerufen und durch den VKSK erfolgte im März 1953 die Anerkennung. Helmut Schulze wurde zum Vorsitzenden gewählt, Karl Mascher war sein Stellvertreter, Schriftführer wurde Hans Kienel und Schatzmeister Heinz Günzel.
Wie auch bei vielen anderen Rassen kam es sehr schnell zu der Verzwergung der Großrasse, so entstanden die schwarzen Zwerg-Australorps, welche 1960 anerkannt wurden. Schon 1956 wurden sie von den Pionieren stellvertretend sei hier Adolf Schwandt (Altlünen) genannt, der richtungsweisend die Zwerge prägte, in Hannover gezeigt. Auf der Lipzia in Leipzig wurden 1966 die ersten schwarzen Zwerge vorgestellt, die der VKSK 1969 anerkannte.
Die Anerkennung der großen weißen Australorps erfolgte 1981. Sie wurden nach jahrelangen Zuchtversuchen u.a. von den Züchtern Wihelm Winkler (Herdecke), Heinz Körner (Gladbeck) und Bruno Gustmann (Neumünster) herausgezüchtet.
In Hannover standen 1964 zum ersten Mal 4,7 weiße Zwerge. Von 1970-1973 zeigte sie F.-Wilhelm Mayland aus Wermelskirchen, sie wurden danach am 29.11.1973 zugelassen. Als zusätzliche Variante ist der blaugesäumte Farbenschlag 1981 von Herbert Tödtmann (Minden) vorgestellt und 1986 zugelassen worden.
Der blaugesäumte Farbenschlag bei den Großen wurde von Emil Sasse (Hamm) erzüchtet und 1988 anerkannt.
Die SZG führte von 1952-1960 Helmut Schulze aus Arnstadt.Im Jahre 1960 löste ihn Heinricht Jost (Halle) ab, danach führte ihn Emanuel Naumann (Kamenz) bis 1991 die SZG. Seitdem ist Günther Kieslich Vorsitzender des Bezirkes Ost. Im Sommer 1990 traf sich eine Satzungskommission in Wildeck-Obersuhl bestehend aus je 3 Mitgliedern des SV und der SZG um die Satzung zu überarbeiten.
Der problemlose Zusammenschluss erfolgte am 15. Juni 1991 in Weitramsdorf/
Oberfranken.
Zur besseren Betreuung der Mitglieder wurden schon recht früh Bezirke gegründet: NRW (1954), Kurhessen (1959), Nord (1960), Bayern (1987) und Ost (1991).